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Elterngeld und Elterngeld Plus Ratgeber

Elterngeld Und Elterngeld Plus Ratgeber
Elterngeld und Elterngeld Plus Ratgeber

Elterngeld oder Elterngeld Plus ist eine Familienleistung in Deutschland, welche fehlendes Einkommen bei Eltern ausgleicht. Wenn Eltern nach der Geburt für das Kind zu Hause sein möchten, müssen Sie ihre berufliche Arbeit unterbrechen. Diese Einkommenslücke wird durch das Elterngeld etwas abgemildert. Es gibt mit Elterngeld und Elterngeld-Plus zwei verschiedene Möglichkeiten und mit der Kombination aus beiden sogar drei Möglichkeiten. Das Gesetz zum Elterngeld wurde für alle ab dem 01. Januar 2007 geborenen Kinder eingeführt und hat das frühere Erziehungsgeld abgelöst. Unter dem schönen Namen „Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz“ (BEEG) ist das Gesetz zum Elterngeld unter den Paragrafen 1-4 nachzulesen. Am 01. Juli 2015 ist dann das Elterngeld Plus in Kraft getreten, welches eine Teilzeitnutzung ermöglicht und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördert. Mit unserem Elterngeld Ratgeber möchten wir Euch durch den Gesetzesdschungel begleiten, damit Ihr das maximale Elterngeld bekommt.

Das Elterngeld

Das Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung für alle Eltern, die sich nach der Geburt um das Kind kümmern und die berufliche Arbeit einschränken oder sogar unterbrechen. Beiden Elternteilen stehen dafür 14 Monate zur Verfügung, welche aufgeteilt werden können. Die Mindestaufteilung ist so geregelt, dass ein Elternteil mindestens 2 Monate und maximal 12 Monate in Anspruch nehmen darf. So ist es möglich, dass der Vater 2 Monate Elternzeit nimmt und die Mutter 12 Monate. Aber auch eine Teilung der 14 Monate auf beide Elternteile ist möglich. Das Elterngeld steht im Übrigen auch getrennt lebenden Elternteilen zur Verfügung.

Bei Alleinerziehenden ist das Elterngeld so geregelt, dass die vollen 14 Monate zum Ausgleich des wegfallenden Erwerbseinkommens in Anspruch genommen werden können. Ein Anspruch auf Elternzeit besteht eigentlich bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres eines Kindes. Allerdings ist es so, dass das Elterngeld höchstens vierzehn Monate lang gewährt wird. Dadurch entsteht ein Anreiz, früher zurück in den Beruf zu gehen.

Wer bekommt es?

  • gilt für alle nach dem 01. Januar 2007 geborenen Kinder
  • das Kind muss natürlich selber betreut werden und zwar bis 12 Monate nach der Geburt
  • derjenige der weniger als 30 Wochenstunden arbeitet
  • das Jahreseinkommen beider Elternteile muss unter 500.000 Euro liegen

Das Elterngeld Plus

Das Elterngeld-Plus stärkt insbesondere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ist am 01.Juli 2015 in Kraft getreten. Im Gegensatz zum normalen Elterngeld ist es bei dem „Plus“ möglich, dass während des Elterngeldbezugs wieder in Teilzeit gearbeitet werden kann. Die Eltern haben dadurch die Möglichkeit, den Elterngeldbezug doppelt so lange in Anspruch zu nehmen. Aus einem normalen Elterngeldmonat werden bei dem Elterngeld Plus 2 Monate. Dadurch kann das Elterngeldbudget besser ausgeschöpft werden.

Wer bekommt es?

  • gilt für alle nach dem 01. Juli 2015 geborenen Kinder
  • das Kind muss natürlich selber betreut werden und zwar bis 12 Monate nach der Geburt
  • derjenige der weniger als 30 Wochenstunden arbeitet
  • das Jahreseinkommen beider Elternteile muss unter 500.000 Euro liegen

Informationen zum Elterngeld und zum Elterngeld Plus

Die Höhe des Elterngeldes

Das Elterngeld orientiert sich an dem durchschnittlichen Nettoeinkommen der letzten 12 Monate vor Geburt des Kindes. Von diesem durchschnittlichen Nettoeinkommen beträgt das Elterngeld zwischen 65 und 100 Prozent als Lohnersatzleistung. Der Mindestauszahlungsbetrag liegt bei 300 Euro und der Höchstbetrag liegt bei 1.800 Euro. Das Einkommen aus Erwerbstätigkeit errechnet sich aus nichtselbstständiger Arbeit, Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit aus der um Abzüge für Steuern und Sozialabgaben verminderten Summe der positiven Einkünfte, welche im Inland zu versteuern sind.

Wer Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit vorweisen kann und zudem noch Einkünfte aus selbständiger Arbeit hat, sollte auf jeden Fall aufpassen. Das Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit sollte während der Elternzeit auf „null“ gefahren werden. Ansonsten werden Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit von dem Elterngeld abgezogen.

Bei der Berechnung des Prozentsatzes wird immer von 67 Prozent ausgegangen. Liegt das Einkommen aus Erwerbstätigkeit vor der Geburt geringer als 1.000 Euro, erhöht sich der Prozentsatz von 67 Prozent um 0,1 Prozentpunkte für je 2 Euro. Das geht so lange, bis 100 Prozent erreicht sind oder der Mindestbetrag von 300 Euro gezahlt werden kann. Wenn das Einkommen aus Erwerbstätigkeit vor der Geburt höher als 1.200 Euro war, sinkt der Prozentsatz von 67 Prozent um 0,1 Prozentpunkte für je 2 Euro, auf bis zu 65 Prozent. Aber nur um das Einkommen, welches den Betrag von 1.200 Euro überschreitet. Das geht wiederum solange, bis der Maximalbetrag von 1.800 Euro erreicht wird. Somit liegt der Höchstbetrag an Einkommen aus Erwerbstätigkeit bei 2.770 Euro.

Das Elterngeld-Plus unterscheidet sich wieder im Verhältnis 1:2 zum Elterngeld und liegt bei min. 150 Euro und max. 900 Euro. Allerdings für den doppelten Zeitraum. Somit ist die mögliche Auszahlungssumme identisch. Das Mindestelterngeld von 300 Euro (150 Euro beim Elterngeld-Plus) erhalten alle, die nach der Geburt ihr Kind selbst betreuen und höchstens 30 Stunden in der Woche arbeiten. Das können auch Studierende, Hausfrauen oder Hausmänner und Eltern, die wegen der Betreuung älterer Kinder nicht gearbeitet haben, sein.

Bekomme ich Elterngeld, wenn ich zwischen erstem und zweitem Kind nicht gearbeitet habe?

Ja, das Elterngeld wird immer mindestens mit einem Betrag von 300 Euro ausgezahlt. Das gilt auch dann, wenn Ihr vor Geburt des Kindes kein Einkommen aus Erwerbstätigkeit vorweisen könnt.

Wer hat Anspruch auf Elterngeld?

Einen Anspruch auf Elterngeld hat jeder, der seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, mit seinem Kind im Haushalt lebt und dieses selbst betreut und dadurch keine oder keine volle Erwerbstätigkeit ausüben kann. Eine Person ist nicht voll erwerbstätig, wenn die Arbeitszeit 30 Wochenstunden im Monatsschnitt nicht übersteigt. Ebenfalls als nicht erwerbstätig gilt eine Beschäftigung zur Berufsbildung oder eine geeignete Tagespflegeperson im Sinne des Sozialgesetzbuchs, welche nicht mehr als fünf Kinder in Tagespflege betreut.

Zum Anspruch auf Elterngeld gibt es auch noch ein paar weitere Ausnahmen. Dazu zählen zum Beispiel alle Arbeitnehmer, welche durch ein in Deutschland bestehendes öffentlich-rechtliches Dienst- oder Amtsverhältnis vorübergehend ins Ausland abgeordnet, versetzt oder kommandiert werden, Entwicklungshelfer oder Entwicklungshelferin und Bundesbeamte, welche eine zugewiesene Tätigkeit im Ausland wahrnehmen.

Wer ein Kind im Haushalt aufgenommen hat, kann ebenfalls einen Anspruch auf Elterngeld geltend machen. Auch wenn eine erklärte Anerkennung der Vaterschaft noch nicht wirksam ist oder über eine beantragte Vaterschaftsfeststellung noch nicht entschieden ist, kann ein Anspruch auf das Eltern-Geld erhoben werden.

Sind Eltern aufgrund einer schweren Krankheit oder Schwerbehinderung nicht in der Lage ihr Kind zu betreuen, haben Verwandte bis zum dritten Grad und ihre Ehegatten, Ehegattinnen, Lebenspartner oder Lebenspartnerinnen Anspruch auf Elterngeld. Dies gilt natürlich auch im Todesfall der Eltern. Alle weiteren Details findet Ihr im § 1 Berechtigte des BEEG.

Was ist der Geschwisterbonus?

Das Elterngeld berücksichtigt einen Geschwisterbonus für zwei Kinder im Haushalt, welche noch nicht das dritte Lebensjahr erreicht haben oder drei oder mehr Kinder, welche das sechste Lebensjahr noch nicht erreicht haben. In diesem Fall wird das Elterngeld um 10 Prozent bzw. mindestens um 75 Euro (37,50 Euro bei Elterngeld Plus) erhöht. Der Betrag fällt dann natürlich weg, wenn die Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind und die Kinder bei Beispiel 1 das Alter von drei Jahren erreicht haben.

Doppeltes Elterngeld bei Mehrlingsgeburten?

Leider nein, bei Mehrlingsgeburten gilt der Mehrlingszuschlag. Dieser erhöht das Elterngeld um je 300 Euro (150 Euro bei Elterngeld Plus) für das zweite und jedes weitere Kind (Mehrlingszuschlag). Der Mehrlingszuschlag gilt unabhängig vom Geschwisterbonus. Weitere Details findet Ihr dazu im §2a Geschwisterbonus und Mehrlingszuschlag des BEEG.

Wie wird der Bemessungszeitraum ermittelt?

Der Bemessungszeitraum für die Ermittlung des Einkommens aus nichtselbstständiger Erwerbstätigkeit wird auf Grundlage der zwölf Kalendermonate vor dem Monat der Geburt des Kindes ermittelt. Unberücksichtigt bleiben die Kalendermonate, in denen Elterngeld für ein älteres Kind bezogen wurde. Ebenso bleiben die Monate unberücksichtigt, welche durch eine Krankheit bedingt waren, die maßgeblich durch die Schwangerschaft ausgelöst war.

Einkommen aus nichtselbstständiger Erwerbstätigkeit

Für die korrekte Ermittlung des Einkommens aus nichtselbstständiger Erwerbstätigkeit wird der monatliche Durchschnitt benötigt. Dazu wird der Überschuss der Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit abzüglich des Arbeitnehmer-Pauschbetrags und abzüglich Steuern und Sozialabgaben ermittelt und durch 12 Monate geteilt. Durch diese Berechnung steht der monatliche Durchschnitt zur Verfügung. Als Grundlage für die Ermittlung der Einnahmen müssen die Lohn- und Gehaltsbescheinigungen des Arbeitgebers der letzten 12 Monate beim Antrag auf Elterngeld eingereicht werden.

Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit

Analog zur Berechnung bei nichtselbstständiger Erwerbstätigkeit werden bei selbstständiger Erwerbstätigkeit die positiven Einkünfte gegen die „negativen“ Einkünfte wie Betriebsausgaben, Steuern und Sozialabgaben vermindert. Dadurch erhält man das Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit. Maßgeblich für die Abzugsmerkmale der zu erbringenden Steuern sind die Angaben im Einkommensteuerbescheid. Als Abzüge für Steuern sind Beträge für die Einkommensteuer, den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer zu berücksichtigen. Des Weiteren sind als Abzüge für Sozialabgaben Beträge für die gesetzliche Sozialversicherung oder für eine vergleichbare Einrichtung, sowie für die Arbeitsförderung anzusetzen.

Was passiert mit Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit in der Elterngeld Bezugszeit?

Innerhalb der Elterngeld Bezugszeit ist das Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit in Abzug zu bringen. Somit ist es nicht clever, wenn Zahlungseingänge zu verzeichnen sind. Je nachdem wie groß die selbstständige Erwerbstätigkeit ist, kann diese natürlich nicht für 2 Monate stillgelegt werden. Wenn Ihr zum Beispiel Rechnungen schreibt achtet darauf, dass Ihr ein paar Wochen vor der Elternzeit damit aufhört und diese ggf. auf die Zeit nach der Bezugszeit verschiebt. Somit könnt Ihr Eure Einnahmen etwas steuern. Ansonsten solltet Ihr noch versuchen größere Anschaffungen in diesen Zeitraum zu verlegen, damit Ihr Euren Einnahmen Betriebsausgaben entgegenstellen könnt. Nach dem Elterngeldzeitraum ist eine Gewinnermittlung auf Grundlage des Einkommensteuergesetzes zu erstellen.

Wie kann ich die Elternzeit festlegen?

Das Elterngeld kann in der Zeit vom Tag der Geburt bis zur Vollendung des 14. Lebensmonats des Kindes bezogen werden. Bei dem Elterngeld Plus besteht auch die Möglichkeit eines Bezuges nach dem 14. Lebensmonat des Kindes, solange es ab dem 15. Lebensmonat in aufeinander folgenden Lebensmonaten von zumindest einem Elternteil in Anspruch genommen wird.

Die Festlegung der Elternzeit ergibt auch die Zahlung des Elterngeldes. Wenn zum Beispiel der Vater 2 Monate Elternzeit nehmen möchte, dann muss er die Monate immer vom Tag der Geburt bis zur Vollendung des 14. Lebensmonats des Kindes wählen. Beispiel: Das Kind ist am 09.04.2015 geboren. Der Vater kann also an jedem 09. die Elternzeit nehmen. Spätester Termin wäre dann der 09.05.2016 bis 09.06.2016, da das Kind dann den 14. Lebensmonat vollendet hat.

Elternzeit ohne Einkommen, kann das funktionieren?

Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass maximal 30 Wochenstunden innerhalb der Elternzeit absolviert werden dürfen. Allerdings ist es leider so, dass das Einkommen angerechnet wird und somit das Elterngeld gekürzt wird. Hier sollte sich das jeder einmal individuell ermitteln lassen.

Muss die Elternzeit beantragt werden?

Die Elternzeit muss beim Arbeitgeber beantragt werden. Für die Mama gilt, dass die Elternzeit spätestens eine Woche nach der Geburt des Kindes dem Arbeitgeber gemeldet werden muss. Die Elternzeit beginnt nämlich erst 8 Wochen nach dem Mutterschutz und damit befindet man sich innerhalb der 7 Wochen Meldefrist für die Elternzeit. Diese Meldefrist ist auch für die Papas maßgebend. Wer als Papa eine Elternzeit beantragen möchte, muss mindestens sieben Wochen vor Beginn den Antrag beim Arbeitgeber einreichen.

Steuerliche Betrachtung des Elterngeldes

Das Elterngeld gehört zu den Einkommensersatzleistungen und ist vergleichbar mit Arbeitslosengeld, Kinderzuschlag oder Krankengeld. Es handelt sich nur um ein Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Allerdings muss das Elterngeld trotzdem versteuert werden und es sind die Regeln des Progressionsvorbehalt anzuwenden. Das bedeutet, dass das Elterngeld in voller Höhe ausgezahlt wird und die Einkünfte erst im Nachhinein über die Steuererklärung anzugeben sind. Zur Ermittlung der Steuer wird der persönliche Steuersatz berücksichtigt.

Tipp: Ihr solltet unbedingt etwas Geld beiseite legen, damit die mögliche Steuernachzahlung für die Auszahlung des Elterngeldes kein Loch in Eure Haushaltskasse reißt.

Das Elterngeld muss beantragt werden

Das Elterngeld muss bei der Elterngeldstelle der jeweiligen Kreis- und Stadtverwaltungen beantragt werden. Dazu muss ein entsprechender Vordruck ausgefüllt werden. Grundsätzlich steht diese Leistung zwar allen Mamas und Papas zu, aber wie immer in Deutschland bedarf dies erst einer Überprüfung um sicherzustellen, dass alle Bedingungen erfüllt sind. Der Elterngeldantrag muss in schriftlicher Form mit allen geforderten Unterlagen gestellt werden. Leider gibt es kein einheitliches Formular, sondern alle Bundesländer haben Ihre eigenen Vordrucke. Diese sind bei der Elterngeldstelle anzufordern oder werden unmittelbar nach Geburt des Kindes von der Elterngeldstelle automatisch versendet. Um wirklich sicherzugehen, dass der Antrag bei der Elterngeldstelle ankommt, solltet Ihr diesen per Post als Einschreiben versenden. Bisher hat sich der Onlineantrag noch nicht Bundesweit durchgesetzt. In Zukunft wird das allerdings bestimmt möglich sein.

Bis wann muss der Elterngeldantrag gestellt werden?

Schon bei der Vorbereitung auf das tollste Ereignis der Welt, nämlich die Geburt Eures Kindes, solltet Ihr auch etwas Zeit für den Elterngeldantrag opfern. Grundsätzlich kann der Antrag natürlich erst nach Geburt des Kindes gestellt werden, aber die Zeit nach der Geburt wird spannend und anstrengend. Somit solltet Ihr schon alles vorbereiten, damit der Antrag schnell auf die Reise kommt und nur noch die Daten des Kindes und die Geburtsurkunde hinzugefügt werden müssen.

Hinweis: Das Elterngeld wird nur 3 Monate nach der Geburt des Kindes rückwirkend ausbezahlt. Wartet mit dem Elterngeldantrag nicht zu lang!!!

Welche Unterlagen werden zum Elterngeldantrag benötigt?

Für den Elterngeldantrag müssen einige Unterlagen als Anlagen eingereicht werden. Dazu gehören natürlich die Geburtsurkunde des Kindes oder der Kinder. Bei der Anmeldung Eures neuen Erdenbürgers beim zuständigen Standesamt, bekommt Ihr eine Geburtsurkunde mit einem entsprechenden Vermerk „Elterngeld“. Dieser ist im Original einzureichen. Des Weiteren werden die Nachweise über das Einkommen der letzten 12 Monate vor Geburt des Kindes benötigt. Das können dann Gehaltsbescheinigungen, Steuerbescheide, Bescheide über Arbeitslosengeld etc. sein. Das Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit wird durch Steuerbescheid aus dem Jahr vor der Geburt bestätigt. Der Nachweis von der Krankenkasse über die Höhe des ausgezahlten Mutterschaftsgeldes und die Bestätigungen des Arbeitgebers über eventuelle Arbeitgeberzuschüsse zum Mutterschaftsgeld werden auch gefordert. Des Weiteren auch beglaubigte Kopien der gültigen Ausweise der Eltern und ganz wichtig: „die Bescheinigung des Arbeitgebers über die genehmigte Elternzeit„.

Sollte der Antragsteller beabsichtigen einer Beschäftigung innerhalb der Elternzeit nachzugehen, muss mit dem Elterngeldantrag die Anzahl der Wochenstunden und das zu erwartende Gehalt angegeben werden. Bei Selbständigen muss eine Eigenerklärung zum angedachten monatlichen Gewinn abgegeben werden.

Wo finde ich meine Elterngeldstelle?

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat auf der Homepage eine Suchfunktion eingebaut, wo die jeweilige Adresse und Telefonnummer der Elterngeldstelle angegeben wird. Einfach die eigene Postleitzahl angeben und schon bekommt Ihr die Daten von der für Euch zuständigen Elterngeldstelle.

Wo finde ich einen Elterngeldrechner?

Auch dafür hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wieder eine sehr gute Webseite erstellt. Es gibt einen wirklich einfachen Elterngeldrechner, bei dem nur die Informationen zum Kind oder den Kindern, das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Monat in den letzten 12 Monaten vor der Geburt und das durchschnittliche Nettoeinkommen für Arbeit in der Elternzeit abgefragt werden. Ihr habt die Wahl – denn auf dieser Seite gibt es ebenfalls einen Rechner für die ausführliche Berechnung. Dieser ist sehr umfangreich aufgebaut und erfordert dementsprechend mehr Daten.

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